Über den Autor
„Tomte“

Paul Thomas Schneck
Uwe Frinker
Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich über mich als Autor erzählen könnte. Dann kam mir die Idee, Paul Thomas Schneck, der viel besser als „Tomte“ bekannt ist, um ein Interview zu bitten.
Obwohl er erst 12 Jahre alt und Schüler ist, steckt in ihm schon ein echt erfolgreicher Detektiv! Also haben wir uns gemütlich zusammengesetzt und los ging es, oder sollte ich besser sagen: das Verhör begann?
Wie kamst Du eigentlich auf die Idee, ein Kinderbuch zu schreiben, in dem ich Detektiv bin?
Eine gute Frage… hmm… als Kind habe ich am liebsten spannende Geschichten gelesen. In die konnte ich so tief eintauchen, dass ich nicht mehr gehört habe, wenn meine Mutter mich rief. Daran habe ich mich erinnert, als mir die Idee kam, genau so ein Buch zu schreiben, das ich selber gerne gelesen hätte. Dafür brauchte ich auf jeden Fall einen Helden. Keinen Action-Helden, sondern einen pfiffigen Jungen, der wach und aufmerksam in die Welt sieht. So bist Du mir eingefallen und mit Deinem Bild im Kopf kam auch gleich der Name Tomte mit.
Schreibst Du immer schon Bücher?
Nein. Ich habe in meinen Jobs zwar technische Berichte oder rechtlich geprägte Texte verfasst, aber das ist mit dem Schreiben von Büchern nicht zu vergleichen. Irgendwann habe ich einige Kurzgeschichten geschrieben, zu denen mich Erlebnisse aus dem Alltag angeregt hatten. Durch die Teilnahme an mehreren Schreibwettbewerben sind drei meiner Kurzgeschichten in Büchern erschienen. Aber ein eigenes Buch mit meinem Namen als Autor auf dem Umschlag war immer mein großer Traum.
Kommst Du auch aus Nienheim, oder warum kennst Du Dich da so gut aus?
Seit ich 1960 in Wuppertal auf die Welt gekommen bin, lebe ich im Bergischen Land. Zunächst habe ich dort die Schule besucht, meine Ausbildung gemacht und später gearbeitet. Jetzt wohne ich in Remscheid. Für mich war es daher sehr einfach, mir mit Nienheim eine kleine Stadt vorzustellen, die ebenfalls irgendwo im Bergischen Land liegen könnte.
Hattest Du auch einen Opa? Ich meine, so einen wie ich ihn habe, meinen Opa Ludwig…
Leider habe ich meine beiden Opas nie kennengelernt. Als ich geboren wurde, waren beide schon nicht mehr da. Trotzdem habe ich eine genaue Vorstellung davon, was für einen Opa ich mir gewünscht hätte. Das wäre genau so ein Opa gewesen, wie Dein Opa Ludwig!
Woher kommen die Ideen für Deine Geschichten?
Die Frage zu beantworten ist schwierig und einfach zugleich. Manchmal kann ich es nicht mehr sagen, woher eine Idee gekommen ist. Oft klopft sie in meinem Kopf an und es läuft ein kleiner Film los. Dann merke ich mir die Handlung und mache mir Notizen. Manchmal lese oder sehe ich aber auch etwas, das in meiner Fantasie schnell zu einer Geschichte wird.
Gibt es denn noch mehr Fälle, in denen ich ermitteln werde?
Hej, Du willst wohl einen Blick in die Zukunft werfen? Auch ich kann Dir nicht sagen, was tatsächlich kommen wird. Allerdings habe ich einige Ideen, an denen ich bereits arbeite. Ich weiß bereits, dass Du in Deinem nächsten Fall einen Täter suchen wirst, der mit einem Gewehr ziemlich viel Unfug macht. Und weil Du ein guter Detektiv bist, kann ich mir auch noch viele weitere Fälle für Dich vorstellen.
Sind auch Maja und Bombe immer dabei?
Ein erfolgreiches Team sollte man nicht auseinanderreißen. Und stell Dir mal vor, Du müsstest sämtliche Recherchen selbst erledigen, oder alle Ideen zur Lösung eines Falls mit Dir alleine ausdiskutieren. Im Team gelingt das viel besser.
Hast Du auch Kinder?
Ich habe zwei Töchter, die allerdings beide bereits erwachsen sind. Warum fragst Du?
Könnte doch sein, dass auch Deine eigenen Kinder Dir Ideen für die Bücher geliefert haben, oder?
Das Heranwachsen der eigenen Kinder zu erleben, war eine sehr schöne Erfahrung. Es gab in diesen Jahren viele Erlebnisse, die die Handlung oder die Personen in meinen Geschichten beeinflusst haben.
Okay. Dann interessiert mich zum Abschluss, was du mit deinen Geschichten erreichen möchtest?
Als ich Kind war und viel gelesen habe, war der Alltag noch lange nicht so unruhig wie heute. Trotzdem habe ich das Lesen wie eine Insel der Ruhe empfunden. Genau das möchte ich mit meinen Geschichten anbieten: Etwas gegen die Hektik der heutigen Zeit. Spaß und Spannung dürfen dabei nicht fehlen, denn die Geschichten sollen auf jeden Fall gut unterhalten.
Lust, eigene Fragen zu stellen?
Das geht über das :